Weiter mit Facebook
Weiter mit Google
Weiter mit Apple
Wir wandern von Geltendorf nach Eresing, zum St. Ulrichsbrunnen von dort nach St. Ottilien
dort kann jeder tun was er will
KLOSTERMARKT
Um 14:00 Uhr startet unser 4. Klostermarkt, der vom Freitag, den 12. bis Sonntag, den 14. Oktober stattfindet. Zahlreiche Klöster und Gemeinschaften haben ihr Kommen Memento Money: Ein Kloster traut sich was in Sachen Kunst
Ulrike Osman / Merkur
St. Ottilien – Der Sargdeckel hebt sich. Zum Vorschein kommt ein Skelett in Lederhose und mit Trachtenhut. Es regnet Geldscheine. Das Werk des österreichischen Künstlers Nychos prangt riesengroß an der Fassade des alten Kuhstalls von St. Ottilien.
Über dem Werk steht „Memento Money“, eine satirische Abwandlung der lateinischen Mahnung „Memento mori“ (Bedenke, dass du sterben musst).
Entstanden ist es beim Festival „Heaven meets Earth“ (Himmel trifft Erde). Dabei gestalteten international renommierte Streetart-Künstler Mauern der Klostergebäude. Die Idee kam von Cyrill Schäfer, dem Leiter der Klostergalerie. Nicht alle in St. Ottilien waren von der progressiven Aktion gleich begeistert. Aber schließlich bekamen die Künstler freie Hand – auch der Schöpfer von „Memento Money“.
Dass das Werk auf dem Klostergelände als Provokation verstanden werden kann, räumt Pater Cyrill Schäfer ein. „Das ist eben der Stil des Künstlers.“ Einzelne Besucher und Mitbrüder hätten befremdet reagiert, doch Pater Cyrill bleibt entspannt. „Wer sich das Motiv richtig anschaut, versteht schon, was der Künstler sagen will.“ Kurator Christian Burchard sieht das Bild als künstlerischen Kommentar zur aktuellen Diskussion um Kirchensteuer und Kirchenzugehörigkeit – ohne Money keine Sakramente. Pater Cyrill versteht es als Kritik an der Konsumgesellschaft und der ewigen Jagd nach Geld. Streetart-Schirmherr, Ex-Minister Thomas Goppel, zieht Parallelen zur Politik: „Auch die muss auf die Straße gehen, um wahrgenommen zu werden. Allerdings darf sie sich nicht so viele Experimente leisten.“
Loomit, Star der Sprayer-Szene, wählte ein weniger gewagtes Motiv. Die Fassade des alten Spritzenhauses der Klosterfeuerwehr verzierte er mit einem Feuerwehrmann in Mönchskutte, Helm und Atemschutz beim Löschen. Für Loomit war der Einsatz in St. Ottilien nach 30 Jahren in der Szene eine Premiere. „Kirchen habe ich schon bemalt, ein Kloster noch nie.“
Nicht alle Werke in St. Ottilien sind übrigens gesprüht. „Ich bin ja kein Sprayer“, sagt Karl Witti. Der 65-Jährige ist Grafiker und Bühnenmaler. Sein Wandbild zeigt den Räuber Kneißl auf einer Insel, um ihn herum aufbrechende Gefängnismauern und blauen Himmel. Segel blähen sich als Symbol der Hoffnung. Das Bild ziert die Stirnwand des Schwimmbads des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums. Witti gefiel besonders die ruhige Atmosphäre auf dem Klostergelände.
angekündigt.14. Oktober 2012
KONZERT
16.00 Uhr in der Klosterkirche St. Ottilien, Orgel-Konzert am Missionssonntag, Prof. Norbert Düchtel, Eintritt frei, Spenden erbeten.
und davor zum Melkkarusell von einem Besucherbalkon aus den Kühen beim Milchabnehmen zu schauen
Rückfahrt geplant ca. 17.30 Uhr
Wanderung ca. 2h
Homepage:
ww.klostermarkt-ottilien.de/web/
Anfahrtsbeschreibung:
HBF Gleis 29
Kosten
Keine Kosten
Teilnehmer 1 (ein Mann und keine Frauen )
Max. Teilnehmer 8 (7 freie Plätze)
Max. Begleitpersonen Keine Begleitpersonen
Zum Event anmelden